19.02.
Heute geht’s weiter zu den Sounds bei Picton, oder besser zu meiner neuen Travelmate, Ella, 27, aus Münster. Wir fahren ein Stück den Sound, auf dem der Queen Charlotte Track ist. Es ist so unglaublich schön hier. Und heiß! Aber wir gehen trotzdem zu dem Onahau Lookout. Ca. 400 Höhenmeter, bei 30 Grad. Läuft, nicht nur der Schweiß. Oben angekommen erwartet uns ein atemberaubender Blick und ein Weka. Als wir wieder unten sind, springen wir noch in die wunderschöne Bucht, um noch salziger zu werden. Es ist eins meiner Highlights und es ist schade, dass wir nicht länger bleiben können.
20.02.
Nun heißt es tatsächlich Abschied nehmen von der Südinsel. Unsere Fähre geht mittags nach Wellington. Wir fahren ewig durch die wundervollen Sounds, bis wir das offene Meer zwischen den beiden Inseln erreichen. Ich (bzw. auch Marco) habe viel in den letzten Monaten gesehen und erlebt. Wir waren ständig unterwegs und haben jeden Tag etwas Neues erlebt. Die Natur, andere Menschen und uns. Die Zeit vergeht so schnell, dass wir vll. gar nicht alles richtig verarbeiten konnten.
Nun geht es auch schon weiter auf die Nordinsel, in ein neues Abenteuer. Das neue Abenteuer begrüßt uns gleich mit Delfinen kurz vor Wellington!! Es kann also nur ein Gutes werden.
Wir fahren zu Michelle und Ian, unseren Couchsurfinghosts für heute Nacht. Sie sind ein verheiratetes Pärchen in unserem Alter, die nördlich in von Wellington in Porirua leben und sind sehr lieb. Wir können sogar morgen Nacht nochmal bei ihnen schlafen.
21.02.
Hubble braucht einen neuen TÜV (Wof hier genannt). Ich bin nervös. Sehr nervös!!! Wird er es schaffen? Ist alles ok? Nach knapp 20 Minuten kommt das Ergebnis: Die Handbremse muss neu ajustiert, dann kriegt Hubble den Wof. Ich checke Werkstätten ab und mache einen Termin für Morgen aus.
Wir fahren mit dem Zug nach Wellington, da ich mir den Verkehr nicht antuen will. Wir schlendern den Hafen entlang und dann… ein Pinguin! Ein SCHWIMMENDER Pinguin. Das ist noch viel cooler als einer, der watschelt. Denn er bewegt sich und das mit einem Affenzahn. Er taucht hin und her und hin und her und schaut immer wieder mal aus dem Wasser, nach dem Motto „Wo bin ich? Ahja, da muss ich lang!“
Wir gehen ins Te Papa Museum, was ich letztes Mal ja nicht zur Gänze sehen konnte. Es ist ein Wellington Muss!
Wir streunern ein bisschen durch die Stadt und treffen den Italiener, Adonia, zum Abendessen. Er hat meine Reiseroute auf helpx gesehen und mir geschrieben. Er lebt seit 4 Jahren in NZ und hat recht interessante Ansichten über das Land und Leute. Da die Medien kaum über schlimme Ereignisse berichten, glauben die Menschen in einem sehr sicheren Land zu leben. Er habe aber Statistiken gesehen, in welchen NZ gar nicht viel besser abschneidet als Italien, z.B: hinsichtlich Drogen oder Mord von Kindern.
Wir fahren zurück zu unseren Hosts, waschen, essen noch von ihrer imens großen Schokotorte und fallen mit Zuckerschock ins Bett.

22.02.
Wir fahren früh in die Werkstatt und um die Handbremse ajustiert zu bekommen. Nach 1,5 Std ist das erledigt und die neue Wof Plakette ist auch drauf. Aber die schlechte Nachricht: Die Bremsen sind nur noch 2 mm dick. Das kann aber nicht sein, denn sie sollten ein paar Jahre halten, da ich sie neu machen lassen habe. Also schauen wir zu der Werkstattkette, wo ich sie machen lassen habe. Sie waren aber zu beschäftigt, also werde ich es in einer anderen Stadt versuchen. Sehr ärgerlich. Nach ein paar anderen Erledigungen fahren wir zur Waiohine Gorge, der fast längsten Brücke NZs. Es ist nach wie vor heiß und dazu noch schwül.
In der Nähe gäbe es auch noch Stonehenge. JA!! Sie haben ein modernes Stonehenge gebaut! Schön oder spektakulär? Naja wir sparen uns den Weg dorthin. Ihr könnt es mal selbst googlen.
23.02.
Nach dem Frühstück geht es dann an die Ostküste zu Castle Point. Ein wundervoller Ort, wenn es nicht stürmisch mit Nieselregen wäre. Dennoch erklimmen wir den Felsen. Oben angekommen, könnte man mich als Drachen steigen lassen, hätten wir eine Schnur dabei. Trotz schlechten Wetters ist es schön hier oben.
Da es stärker zu regnen anfängt fahren wir weiter nach Palmerston North, wo wir in Awahuri bei Isaac und seiner Kampfkatze couchsurfen werden. Auf dem Weg finden wir noch eine uralte Polizei Station und ihr Gefängnis.
24.02.
Wir fahren mal wieder in die Werkstatt, der nette alte Mann schaut sich die Bremsen mal an und Tatsache ein Garantiefall! Keiner kann sich erklären wieso, weshalb, warum, aber ist halt so. Ich habe ja so meine Vermutung… Eins muss ich aber sagen: eine so süße Werkstatt gibt es wohl nicht nochmal. Es ist ein älteres Ehepaar mit ein paar Angestellte. Sie haben sich sofort an die Arbeit gemacht, wir konnten in ihrem Büro frühstücken, während die ältere Dame Albatrosse in Dunedin im Livestream beobachtet. Nachdem das Auto fertig ist, bestand die Dame schon fast drauf, dass wir unser Geschirr in deren Küche abwaschen sollen, damit wir wieder sauber starten können und hat flix schon Spülwasser eingelassen. Nach zwei Stunden können wir dann also an die Westküste los düsen.
Der erste Stop: Waverly beach, wo es große „Arches“ also „Bogenfelsen“ geben soll. Die sind aber eingestürzt. Das ist also so spannend, dass wir erstmal ein Nickerchen machen.
Danach geht es zu unserer Schlafstätte in Kaponga (Nein wir sind nicht mal schnell in ein afrikanisches Dorf gefahren). Auf dem Weg sehen wir einige Menschen den Highway entlang stehen und hunderte von US Oldtimern auf der Straße, die wohl ein Treffen in der Nähe haben. Wir haben Glück, denn wir sehen den Vulkan Taranaki, der sich gerne in den Wolken versteckt.