15.12.2016
Von Taupo weg führt uns eine lange Autofahrt nach Wellington.
Wuhuuu Autofahren. Wer bis hierher den Blog verfolgt hat kennt das Spiel, denn der Tag verlief etwa so:
Aufstehen, Frühstücken, alles sauber machen, ab ins Auto uuuund: Kurve, Kurve, Holper, Holper, bergab, bergauf, bergab, bergauf, Kurve, Kurve, oooooh Berge! Foto, Foto, Kurve, Kurve, Wellington.

16.12.2016
Part 1:
Oh du schönes Wellington!
Nach Tagen mit zweifelhaften Wetter-, Straßen- und Gesundheitsbedingungen hat sich Welly angeschickt uns Neuseeland von seiner schönsten Seite zu präsentieren.
Frisch geduscht- jaaaa, ganz genau, wir versnobten Luxuscamper haben uns einen Campingplatz mit richtiger Dusche gegönnt- genießen wir den Ausblick von Mt. Victoria. Also Julia genießt den Ausblick über die“faltenhundähnlichen Hügel“ (J. Zimmer, freie Rede, 16.12.2016) und die Stadt, während Marco den Flughafen entdeckt hat und dämlich grinsend jedem Flugzeug bei Start und Landung zuschaut. Zur Freude aller benennt er lautstark jedes Modell und ist aufgeregt wie ein Kleinkind nach 3 Tassen Café, als eine Maschine mit Sternmotor über uns seine Kreise dreht.
What to do in Welly:
-Te Papa Museum besuchen und sich fragen, warum kein Museum in Deutschland so beeindruckend ist (selbst du, hochgeschätztes Deutsches Museum!)
-Alternativ vor dem Museum den Kids beim Turmspringen zuschauen, den Straßenkünstlern zuhören, die Imbissbuden mit der Frage nach einem Studentenrabatt nerven oder einfach die Sonne genießen
Part 2:
Eine Schifffahrt die ist lustig!
Es geht auf die Südinsel. Die gesamte Überfahrt ist mit den Worten der 6-Jährigen Britin von der Reihe vor uns beschrieben:
„Oh Mommy, that’s beautifuuhuul!“

17.12.2016
Von Picton (wollte selbst mal Hauptstadt Neuseelands werden, blieb dann aber doch mehr Kuhdorf) geht es nach Blenheim, einer Stadt die von sich behauptet die sonnigste Stadt Neuseelands zu sein. Wir glauben ihr gerne. Dort lotst uns unser Reiseführer zu einem Schiffswrack. („So interesting!“ „Beautiful short walk!“ „A MUST!“). Wir sind nach 1,5 Stunden durch die Tundra latschen eher so mittelmäßig ge-WOOOOW-ed. Da liegt halt ein verrostetes Schiff in der Sonne. Foto. Foto. Und zurück gehts.
Die Landschaft erinnert Marco an seine zahlreichen Spanienbesuche. Er erklärt Julia wie ähnlich die Sierra Nevada aussieht und meint, in Granada sei die Nacht ein Schauspiel. Julia ist verwirrt und mittelmäßig interessiert. Marco quatscht auf spanisch weiter und war noch nie in der Sierra Nevada. Die Sonne. Die Hitze. Aber wir beschweren uns nicht, es ist schön hier.
Übernachtet wird an einem der vielen schönsten Strände in Neuseeland.
Mittagessen gab es übrigens bei Domino’s. Wir werden dieses Pizza-Fastfood-Restaurant in unsere Gebete aufnehmen und noch sehr häufig aufsuchen (Funfact: Marco schreibt diese Zeilen gerade auf einem Parkplatz vor einem Domino’s viele Kilometer südwestlich. Die Pizzaschachtel liegt halboffen auf dem Amaturenbrett.).
Morgen geht es nach…
18.12.2016
…Nelson. (HAHA!)
Für die Fahrt empfiehlt es sich den 15.12.2016 nochmals zu lesen.
Marco springt zwischendurch in den „wärmsten Fluss der Südinsel“ und attestiert ihm eine erfrischende Inn-im-Winter-Wohlfühltemperatur. Julia lehnt daraufhin dankend ab.
Abends lassen wir es jedoch krachen. Rattle & Hum heißt der Laden und dort, liebe Freunde der Volksmusik, gibt es eindeutig die besten Burger des ganzen Landes! Für 11$ bekommt Julia mehr Burger als sie essen kann und selbst Marco lehnt eine zweite Portion dankend ab. Der Abend geht mit Rattle Ale (5$ / Pint) und Billiard (for free), begleitet von einem Gitarristen der Marke „Ich-bin-so-RocknRoll-dass-ich-schon-wieder-Blues-sein-könnte-aber-singen-kann-ich-wirklich“ bis nach Mitternacht. Wir rollen beide glücklich zu unserem Campervan zurück (Hubble, Marco! Unser Campervan hat einen Namen und der ist Hubble!)… glücklich zu Hubble zurück.

19.12.2016
Nelson ist voller Künstler und Überlebensküsntler. Dazwischen tummeln sich Sportler, vor allem Mountainbiker und Kitesurfer. Es gibt einige Bars und Pubs und sogar eine Art Varietée. Wetter ist wieder so lala. Also eher nass. Sehr nass. Es pisst. Wir verbringen den Tag in der öffentlichen Bücherei. Nicht so spannend.