Der Sonne entgegen

24.03.

Nun geht es wirklich weiter.

Wir fahren nach Tolaga Bay und wandern ein wenig zu Cooks landing. Es geht quer über die Schafsweiden den Hügel hoch. Oben angekommen genießen wir die herrliche Aussicht über die steilen Klippen, in denen wohl einst Captain Cook gelandet ist. Um runter zu kommen geht es… Richtig! Wieder bergab. Quer durch den Tropenwald.
Es gibt eine Stelle, an der die Felswand durchspült wurde und man durch eine Art Bogen ans Meer laufen kann. Diesen Ort hat Cook damals schon malen lassen.

Nach einer Lunchpause geht es dann den ganzen Weg wieder hoch und runter zurück, wo wir dann noch auf die längste Wharf NZs spazieren.

Unser heutiges Ziel ist das East Cape, der östlichste Punkt NZs. Die letzten 20 km dorthin bestehen zu Teilen aus einer abenteuerlichen Gravelroad. Sie ist sehr holprig – links geht es steil zum Meer runter (ohne Leitplanken natürlich – anstelle dessen gibt es ja Warnschilder) und auf der anderen Seite der Steilhang der teilweise auf der Straße verteilt ist.

25.03.

4:45 Uhr – der Wecker klingelt. Wieso? Sind wir verrückt? So ungefähr. Wir sind an einem der östlichsten Punkte der Datumsgrenze und wollen die ersten Menschen sein, die die Sonnen heute begrüßen werden. Wir machen uns fertig und fahren die restlichen 6 km zum East cape.
Mit Taschenlampe und Frühstück ausgerüstet geht es 800 Stufen zum östlichsten Leuchtturm hinauf. Ich ärgere mich keine gute Nachtaufnahmen-fähige Kamera mehr zu haben. Es ist sternenklar. Man steht unter dem wunderschönen Leuchtturm und über ihm leuchtet die Milchstraße. Wir sitzen da und warten auf die Sonne.

6:20 Uhr: Der Himmel färbt sich langsam rot bis gelb bis die Sonne aufgeht.

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6:40 Uhr: Es wird heller.

7:05 Uhr: Die ersten Sonnenstrahlen scheinen durch die Wolkendecke.

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Ganze Zeit danach: Leider versteckt sie sich aber hinter einem breiten Band von Wolken.

Wir haben genug Wolken gesehen und fahren wieder zurück in Richtung Westen.

Entlang der Küste sehen wir viele Marae – Versammlungshäuser der Maori. Es ist das erste Mal, dass wir welche sehen und ich finde sie sehr interessant. Auch heute noch treffen sich die verschiedenen Maoristämme in ihren jeweiligen Versammlungshäusern um gemeinschaftliche Dinge zu besprechen. Auch jeder Verstorbene wird vor der Beerdigung hierher gebracht. Es sind interessante Orte und ich wünschte mehr über sie und die Maorikultur zu wissen. Zudem liegen auf unserem Weg der größte Pohutukawa Baum und ein Dorf, in dem besser nur Dienstags krank ist.

Schlafen werden wir heute in Hawai. Der Sonnenuntergang hier ist vermutlich fast so schön wie auf Hawaii 😉

26.03.

Auf unserem Küstenroadtrip kommen wir nach Whatane. Eine kleine nette Stadt. Wir spazieren auf den View point, von welchem man einen schönen Blick hat. Oben treffen einen Neuseeländer, der wie die meisten uns seine Lebensgeschichte erzählt. Und weil er so nett ist und wir sonst wieder Minuten den Berg runterlaufen müssten, nimmt er uns in seinem Auto mit. Gestoppt wird an einem weiteren Aussichtspunkt, von welchem man auf den Ohope Beach sieht, der wohl zu einem der schönsten in NZ gehört.

Unten angekommen fahren wir noch zu einer Maori Höhle, die wohl zu einem der heilsten Orte gehört. Viel ist nicht zu sehen, denn die einstmals 120 m tiefe Höhle ist eingestürzt.

Wir kaufen uns eine Packung Eis und machen uns auf den Weg nach Matata, unserem Schlafort, wo wir genüsslich am Strand aus ihr löffeln.

Wir kochen und sind noch nicht ganz fertig, als uns ein übler Platzregen erwischt. Alles wird nass wir retten uns mit dem Essen ins Klohaus und als wir mit essen fertig sind, hört es schon wieder auf….

27.03.

Sonnenschein und Fejoas zum Frühsück, so schön kann es sein.

So schön war es. Wir fahren in strömenden Regen nach Rotorua.

Kaum sind wir dort wird das Wetter besser und wir können durch die Stadt spazieren. Es gibt viele heiße Quellen unter der Stadt, da sie auf einem geothermalen Fleck erbaut wurde. Es kann sein, dass irgendwo einfach die Erde aufploppt und Dampf rausströmt. Eher selten, aber es passiert. Im Stadtzentrum befinden sich nette Anlagen und ein kleiner Park mit verschiedensten brodelnden Löchern – Schlamm, Sulfur, Schwefel.

Neben diesen Quellen und dem schönen fauligen Geruch hat  die Stadt aber auch noch Maorikultur zu bieten.

Übernachtet wir am wunderschönen Lake Okareka, einem der 19 Seen um Umland, wo es zudem besser riecht 😉 Wir müssen zugeben, dass wir ziemlich gesegnet sind, an so wundervollen Orten nicht sein zu du können, sondern auch noch dort zu essen und zu schlafen.

28.03.

Heute ist Tag der Seen. Erster Stop: Blue lake. Dieser See soll sehr blau sein. Ich würde sagen er ist farbig. Eine Überraschung ist auch, dass heute gefühlt jede Schule hierher kommt, um an Kanurennen teilzunehmen.

Der See ist sehr beschäftigt, weshalb wir weiter zu Lake Tarawera fahren. Es ist einer der größten Seen, den wir leider nur zu einem kleinen Teil sehen. Die Straße die an ihm entlang führt wird gerade umgegraben und ich möchte es Hubbles Stoßdämpfern nicht mehr zu muten, als nötig. Wir kochen uns also dem kleinen bisschen See, den wir sehen Nudeln und genießen die Sonne.

Auf dem Rückweg halten wir noch kurz am Green Lake für ein schnelles Foto und beschließen an den See von gestern Abend zurückzufahren. Es war einfach zu schön dort.

Nach einem kleinen Nickerchen und See sehen fahren wir noch einmal zurück nach Rotorua. Warum? Ich habe einen Jadestein gesehen, den ich nun doch kaufen möchte, bzw. Marco ihn mir aus der Ferne schenken will.

Nun aber genug gebummelt und Geld ausgegeben, wir müssen wieder ab in die Natur. Genauer gesagt zu den Okere Falls, wo wir auch schlafen werden.
Wir kochen, essen, spielen Karten, es fängt zu schütten an, es schüttet die ganze Nacht, wir haben Sandflies im Auto und können nicht schlafen, weil wir von den Sandflies gefressen werden und es einfach zu heiß ist, wir die Türen aber nicht aufmachen können…

 

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