Auf der Suche nach Wein(arbeit)

03.03.

Nach unserer kleinen Wanderung gestern, gönnen wir unseren Körpern ein wenig Ruhe und fahren nach Taupo, Morgen findet hier der Ironman statt und somit ist einiges los. Ich frage mich warum man eine Startgebühr von knapp 900 NZD für einen Tag Sport zahlt. Wieso???

Es ist auch komisch wieder an einem Ort zu sein und an der gleichen Stelle zu schlafen, wo ich vor 2 ½ Monaten mit Marco war (also wer Fotos will, schaue in den Eintrag „Krank um Taupo“ – übrigens fühle ich mich wieder kränklich 😀 )

04.03.

Wir fahren heute zu den Huka Falls (Fotos dazu auch in – krank um Taupo -) und schauen ein wenig beim Ironman zu. Spannend ist es nicht wirklich und Stimmung gibt es auch nicht wirklich, da nicht viele Menschen hier sind (aber NZ hat ja nun mal wenig Einwohner). Im Anschluss geht es dann dieses Mal in Taupo auch für mich in die Hot Springs.

05.03.

Heute geht es weiter in Hawke’s Bay nach Napier. Als wir in Wanaka auf einem Weingut waren und ich mich in eben dieses verliebt habe, habe ich mir in den Kopf gesetzt in der Weinernte arbeiten zu wollen. Es ist eine schöne Umgebung, in der man arbeitet, aber nicht so anstrengend, wie Äpfel oder Kiwis ernten. Also habe ich viele Weingüter angeschrieben und zwei sehr vage Antworten bekommen. Einer meinte jedoch, komm mal vorbei und dann schauen wir, wir fangen vermutlich in dieser Woche. Also fuhren wir zum Weingut, er war nicht da, denn es ist Sonntag (obwohl er dort auch wohnt…).

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Also werden wir morgen wiederkommen und fahren nach Napier und rauf zum Bluff Hill look out. Einmal schön den Berg hinauf und auf was blicken wir? Nur den Hafen. Ein sehr spektakulärer Auskuck…

Wir laufen ein wenig durch Napier, was für sein Art Deco bekannt ist. Die Innenstadt hat tatsächlich einige schöne Gebäude, die ein wenig an Kuba / Kolonialstil erinnern und einige Geschäft, in denen man Kram aus den 30ern kaufen kann. Es ist eine nette kleine Stadt. Geschlafen wird heute an einem Parkplatz am Strand.

06.03.

Morgens fahren wir wieder auf das Weingut und hoffen Trevor zu finden. Er ist tatsächlich da und ziemlich überfordert, dass ich da bin und ihn frage, was nu ist. Er redet rum, aber es erweckt das Gefühl, dass er nicht wirklich Arbeit hat. Aber warum ruft er mich dann an und sagt, kommt doch mal vorbei, dann schauen wir, wo wir Arbeit haben. Er meint erst einmal mit seinem Boss reden zu müssen, aber wir könnten bei ihm abhängen, duschen, kochen oder am Nachmittag wiederkommen, wenn er mehr weiß. Es ist alles sehr seltsam. Wir verabschieden uns und kommen später wieder, da das Wetter schön ist und wir was unternehmen wollen.

Wir fahren nach Hastings, eine kleine, auch nette Stadt. Wir spazieren zwei Stunden auf dem Te Mata Peak, einem kleinen Berg, herum. Es gibt hier den groß angekündigten Red wood forrest, der ganz ok ist. Spektakulär und rießig ist aber was anderes. Von dem Peak aus hat meinen einen schönen Blick über das knautschige Land, mit seinen Abrissen.

Es geht zurück auf das Weingut. Trevor weiß letztendlich genauso wenig, wie vorher. Er redet die ganze Zeit von seinem tollen Freund, der ja so viel Arbeit habe, aber das meiste eben Äpfel, was ich ja nicht wolle etc. pp. Auf jeden Fall können wir morgen bei ihm arbeiten, wie das ganze abläuft, das steht in den Sternen. Wir essen dort und schlafen in einem freien Zimmer. Es ist schön mal wieder in einem richtigen Bett zu schlafen. Wir sind mal gespannt…

 

07.03.

Wir stehen früh auf, denn um 8 sollte es losgehen mit Arbeit. Um 8 ist er jedoch weit und breit nicht zu sehen. 20 Minuten später finden wir ihn schließlich hinter der Weinerei. Die einzige Aussage, Ali, der eine Art Zeitarbeitsfirma hat, kommt um 9 und da unterschreibe ich einen Vertrag und dann könne ich bei ihnen arbeiten. Wir sitzen folglich blöd rum und schauen in die Luft – Länger schlafen ist ja überbewertet. Ich kann nicht ganz verstehen, warum ich bei Ali unterschreiben soll, wegen einem einzigen Tag Arbeit. Auch wenn Trevor es nicht sagen will, Arbeit scheint es hier nicht zu geben. Aber nun gut. Ali kommt um 9:15 und bis dann alles geregelt ist, ist es 10. Unser Tag besteht nun darin Glitzerband an Stöcke zu binden und diese in den Weinreihen zu verteilen. Es soll die Vögel abhalten. Vermutlich ist es aber genauso erfolgreich, wie alle Zeit lang mal mit Schreckschüssen rumzuballern. Die Vögel fressen selig weiter und ich kann es ihnen nicht verübeln.

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Nach 7 Stunden ist das Weingut in eine Feenfarm verwandelt und wir fahren einkaufen. Auch heute können wir bei Trevor schlafen. Ein Mitarbeiter meinte, sie würden mir versuchen so viel Arbeit zu geben, wie möglich und ab Montag könne ich vermutlich dann verrottete Beeren rausschneiden. Ob das dann wirklich so passiert ist für mich eher zweifelhaft. Aber ich bekäme ja über Ali wo anders Arbeit und der würde mich ja auf verschiedene Weingüter schicken. Tatsache ist aber, dass er bis Montag auch keine Arbeit für mich hat – Ist nicht schlimm, da es regnen soll, aber alles seeehr merkwürdig.

 

08.03.

Da wir keine Arbeit haben und es schüttet schlafen wir erstmal richtig schön aus, kochen und fahren am Nachmittag in die Library. Wir machen nicht viel und schlafen wieder auf dem Parkplatz am Strand. Es ist die letzte Nacht für Ella und mich zusammen. Sie fährt morgen weiter, da sie weniger Zeit hat und ich hier arbeiten möchte.

Ich bekomme auch noch die Nachricht, dass ich ab Sonntag in Gisborne auf einem Weingut anfangen kann für 2-3 Wochen. Das ist eine viel klarere Aussage, als diese schwammigen Aussagen von Trevor oder Ali. Folglich nehme ich das Angebot an und sage Ali, dass ich die nächsten Wochen in Gisborne bin.

Weil ich oft gefragt werde, wie denn unser Alltag so mit Hubble aussieht, schaut selbst:

09.03.

Es ist so weit, Ella verlässt mich, was anderes Nennenswertes passiert heute nicht. Alleine im Van ist jetzt angesagt, was ein bisschen ungewohnt ist.

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