03.01.
Unser Weg bringt uns über unglaublich schöne Straßen und Pässe des Haast Gebietes nach Wanaka. Es gibt eine Menge Wasserfall-wooows und jede Menge Regen.
Seit Langem können wir heute zum ersten Mal wieder richtig günstig und relativ sandflyarm schlafen.
04.01.
Es ist ein sehr stürmischer Tag, also fahren wir erst einmal nach Wanaka rein, um einzukaufen, uns zu orientieren und Wifi auszunutzen. Nach einem schnellen Mittagessen fahren wir auf einen Wineyard. Es ist wunderschön hier und Julia möchte am liebsten für immer hierbleiben und arbeiten. Danach machen wir einen kleinen Spaziergang auf den städtischen Berg, von dem wir einen schönen Blick auf die Stadt und die drum herum liegenden Berge haben.
Die Nacht verbringen wir auf einem abgelegenen Stück Land bei einem Couchsurfer. Es ist eher eine Community aus verschiedensten Outdoormenschen, die kommen, gehen und bleiben solange sie wollen.
05.01.
Wir wollen heute das phantastische Wetter ausnutzen und wandern gehen.
Das witzige in NZ ist, dass sie nicht angeben, wie viel Höhenmeter man zurücklegen wird, oder ein Höhenprofil haben. Nein. Sie sagen einem wie viel km man laufen wird! Also starten wir auf geschätzt 400 Metern in dem Glauben, dass wir ca. 1000 Höhenmeter vor uns haben. Bald stellen wir aber fest, dass Neuseeländer ihre Wanderwege so wie ihre Straßen bauen. Kreuz und Quer und am liebsten bergauf und bergab. Somit legen wir vermutlich unerwartete 1500 Höhenmeter zurück. Der Ausblick am Gipfel ist das aber wert.
7 Stunden nach dem Start machen wir uns wieder auf den Weg uns einen günstigen Schlafplatz zu reservieren, den Sonnenuntergang und Essen in der Stadt zu genießen und kaputt ins Bett zu fallen.
06.01.
Ein Tag des Nichtstuns. Und Eisessens.
07.01.
Diamond Lake ist heute unser Ziel. Hinter dem klangvollen Namen versteckt sich ein sehr kleiner, sehr gewöhnlicher See. Von oben sieht er mit viel Fantasie aus wie ein Diamant. Julia sieht einen Bärenkopf. Marco sieht einen See.
08.01.
Rob Roy Glacier.
Wir fahren mit 80 Sachen 13km lang über eine Gravelroad. Was ein Spaß, genau dafür wurde der Toyota Estima gebaut. Seine Rallyeigenschaften sind famos. Seine Stoßdämpfer klatschen vor Freude über jede Bodenwelle. Die Straßenlage – ein Traum! An uns ziehen Berge und Flüsse in einem fast verlassenen Tal entlang. Und immer wieder fahren wir durch Bachläufe vor denen wir mit freundlichen Worten gewarnt werden: Sollte es regnen, dann gibt es keinen Weg zurück.
Aber dann geht es eine kurze Wandertour hoch zu einem Gletscheraussichtspunkt wie er schöner nicht sein könnte. Links im Bild ein Wasserfall, der die Felswand nach oben fließt (Take that, Gravitiy!), um uns herum Büsche, Sträucher, kleinere Bäume und asiatische Touristen und vor uns, ja vor uns ein Gletscher der einfach nur beeindruckt. Nicht durch seine Größe, nicht durch seine Farben (Gletscher sind weiß-grau-blau. Ende der Farbpalette), sondern einfach weil er ist wie er ist. Da Marcos Beschreibungskünste mal wieder absolut gigantomanisch sind, schaut euch die Bilder an:
Einfach nur gigantisch
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