Tonga

18.04.

Ich packe meine letzten Sachen in meinen Rucksack, denn heute geht es los nach Tonga! Hamish fährt mich gegen Mittag an den Flughafen und dann heißt es quasi auf Wiedersehen Neuseeland und Hallo Tonga.

Der Captain heißt uns gut gelaunt Willkommen im Paradies. Willkommen in einer anderen Welt. Die Türen öffnen sich und wir laufen!!! über den Flugplatz zum Flughafen. Von einer Aussichtsplattform sieht und hört man Kinder die Leute begrüßen und jubeln. Was für ein Start.

Ich nehme mir ein Taxi nach Nuku’alofa, wo ich auf meine Couchsurfing Host Mia, ihren Verlobten Connor, einen Freund von ihr – Ken, und Carolyn, ihre Tante, treffen werde. Mia ist zur Hälfte Tonganerin und hat einige Jahre auf der Insel gelebt, weshalb sie sich hier auskennt und ihre Familie ein Haus hat.

19.04.

Morgens machen wir uns alle auf in die Stadt. Ich bekomme eine Simkarte und bin somit wieder mit der Welt verbunden. Free Wifi oder generell Internet ist nicht wirklich auf Tonga verbreitet.

Wir wollen an einen Strand am anderen Ende der Insel, Mias Van hat jedoch etwas anderes im Sinn. Auf halber Strecke springt er nicht mehr an, wenn er wegen Starthilfe endlich läuft, gibt es andere Probleme.
Ken und ich beschließen nach 2 Stunden Stop and Go ca. 45 Minuten in die Stadt zu laufen, um dort wenigstens dann an der Wharf schwimmen zu können. Eine nette Tongafrau sieht uns jedoch und fährt uns sogar dorthin. Dann heißt es ab ins Nass zu den Fischen. Es gibt so viele und bunte von ihnen. Es ist ein Riff mitten in der Stadt und wie ich später erfahre einer der besten Schnorchelplätze.

20.04.

Heute machen Ken und ich einen Ausflug zu einer kleinen Insel Namens Pangaimoto. Dort gibt es nichts außer einem Restaurant und einem Schiffswrack.  Genau dieses ist bekannt als guter Schnorchelspot.  Wir laufen einmal um die Insel, gehen ein wenig Schnorcheln und springen mit den Einheimischen von dem Wrack. Da das Wetter nicht ganz so schön ist, ist die Sicht unter Wasser auch nicht die Beste und wir sehen nicht so viele Fische. Ich habe gehört Fische mögen es, wenn es regnet und kommen mehr raus, heute aber leider nicht. Zudem ist irgendwas im Wasser was uns ständig sticht, wie Nadelstiche. Ich hatte das schon mal wo anders, habe aber vergessen was es ist.

21.04.

Wir bringen Carolyn an den Flughafen und fahren zu verschiedenen Stränden an der Ostküste. Um schöne Strände zu finden, muss man wissen, wo diese sind. De Straße entlang, an dem großen Mangobaum rechts, dann die dritte rechts, an der Kreuzung, wo es Schweine gibt links und dann durch dichtes Gebüsch gerade aus durch. So sehen die Wegbeschreibungen auf Tonga aus und ich bin heilfroh mit einer quasi Einheimischen unterwegs zu sein. Auf unserem Weg: Tongas Stonehenge, Blowholes und Cooks landing – Ja auch hier ist er gelandet. An Cooks landing sehen wir zudem, wie zwei Frauen die traditionellen Wandbilder machen, was ziemlich cool ist.

22.04.

Heute auf dem Plan stehen Lunch bei Samu’s Curry (ziemlich lecker und billig!) und Kayak fahren. Jasmin (lebt seit 4 oder 5 Jahren als Pharmazeutin auf Tonga), Henry (macht sein Medizinpraktikum hier), Ken und ich machen uns auf den Weg einen Bus zu finden. Diese fahren natürlich ohne einen Plan und man winkt ihn sich einfach heran. Wir haben Glück und es kommt direkt einer an uns vorbei. Wir fahren in ein Dorf in der Lagune, wo wir uns Kayaks ausleihen und drei Stunden fröhlich rumpaddeln. Unser Stop eine einsame Dschungelinsel in der Lagune. Wir legen an und laufen ein wenig in den Dschungel, natürlich barfuß. Als Ken ziemlich bald schon von Ameisen angegriffen wird, flüchten wir uns wieder auf das sichere Kayak.

Weil das nicht schon genug für heute war, schlafen wir am Strand. Es gibt ein kleines Feuer, viel Wind und das typische zu heiß/zu kalt Problem. Der Sternenhimmel ist wunderschön. Wir essen Maniokewurzeln und Huhn vom Feuer.

23.04.

Es ist 6 Uhr und der Himmel färbt sich langsam rot. Wir haben alle kaum geschlafen und kucken uns müde das Schauspiel an. Es ist bewölkt.

Außerdem ist Sonntag. Was macht eine christliche Insel an einem Sonntag? Richtig! In die Kirche gehen. Natürlich sind wir viel zu spät dran, holen Henry ab und fahren in die Kirche, wo auch der König anwesend ist. Es wäre schön gewesen den ganzen Gottesdienst mit zu bekommen und mehr von den inbrünstig gesungenen Liedern zu hören. Aber wir sind alle ziemlich übermüdet. Am Nachmittag geht es Richtung Westen, sprich noch einmal zu den Blowholes, dem Tsunami Rock und einem wunderschönen Strand, an dem wir bis zum Sonnenuntergang bleiben.

24.04.

Ken und ich schlendern über den Markt in der Stadt, kaufen dies und jenes Souvenier und essen wieder in dem Curry-Restaurant. Es ist zu heiß zu essen und mein Bauch hält essen sowieso für etwas unnötig. Wir holen auf dem Weg zu Wharf ein Eis. Die Kugeln sind Schneeball groß und kosten ca.2 Eur! Was für ein Paradies. Während Ken durch die Stadt bummelt, verbringe ich den Nachmittag schnorchelnd bis Mia und Connor mich abholen.

Nach einem kleinen Snack holen wir Henry ab und fahren mit ihm in ein Restaurant am Hafen, wo wir Mias Cousins treffen. Es ist ein netter Abend. Mein Bauch ist mäßg ok. Ich bestell mir einen Salat, denn das wird vermutlich der letzte sein für eine lange Zeit.

25.04.

Es ist mein letzter Tag auf Tonga und ich hätte ihn mir spannender vorgestellt. Mittags ist low tide und schwimmen kann man erst ab 3 Uhr so wirklich. Da Mia und Connor nirgends hinfahren wollen, fahren Ken, Jasmin und ich zu einer Art olympische Spiele der Schulen.

Nach einem Lunch starten wir dann endlich an den Strand. Es ist mittlerweile leider halb 4, aber das Warten hat sich jedoch gelohnt. Wir fahren zu einem außergewöhnlichen Strand mit einer Art Blowholes. Ich wäre gerne früher an den Strand, anstatt die Zeit im Haus zu vertrödeln

Nach diesem wundervollen Strand heißt es nun langsam Abschied nehmen und zurück nach NZ fliegen. Ken hat witzigerweise den gleichen Flug.

Gegen Mitternacht kommen wir müde in Auckland an. Da NZ ziemlich strickt ist, was die eingeführten Dinge angeht, haben wir einiges zu deklarieren und hängen deshalb ein wenig in der Declaration fest. Als wir endlich durch die Schleuse durch sind und nichts abgeben mussten, erwartet mich Hamish, der mir angeboten hat die Nacht bei ihm zu verbringen, anstatt am Flughafen schlafen zu müssen. Ich bin dankbar dafür.

26.04.

Nach einer kurzen Nacht, einer warmen Dusche und einem vorerst letzten Nutellatoast fährt mich Hamish an den Flughafen und ich verbringe die nächsten 13 Stunden im Flugzeug nach Kuala Lumpur, wo ich gegen Mitternacht todmüde im Hostel ankomme. Es läuft alles reibungslos und ich falle in mein Bett.

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