06.04.
Vineyard: Abgehakt. Ich werde bezahlt und das ist nur mein Recht. Ich finde es schade wie die Geschichte geendet hat, denn eigentlich fand ich es ja schön dort zu arbeiten und möchte auch die Leute und die Atmosphäre…
Es geht für mich heute weiter nach Raglan, einer Surferstadt an der Westküste. Ich bin mal gespannt und freue mich auf ein paar gute Wellen. Zuerst aber ein Zwischenstop: McLarrens Falls.

Das Wetter in Tauranga ist gut, je näher ich nach Raglan komme, desto schlechter wird es aber leider. In Raglan angekommen stelle ich fest, dass die Wettervorhersage falsch war. Es ist stürmisch und grau und somit nichts mit Surfen heute… Ich spaziere also durch die Stadt, die ich bereits nach 30 Min gänzlich gesehen habe. Ich klappere ein paar Campingplätze ab und schaue von einem schönen Aussichtspunkt den Wellen zu, während ich das hier schreibe. Es wäre nicht die Westküste, wenn sich das Wetter nicht gefühlt 10 Mal am Tag ändern würde.
07.04.
Früh morgens stelle ich mir den Wecker, denn ich möchte surfen gehen. Da die Vorhersage aber nicht so prickelnd ist, fahre ich lieber erstmal an den Strand um die Lage zu checken. Tatsache, die Wellen sind kacke und es rentiert sich nicht ein Board auszuleihen, auch wenn ich immer wieder in Versuchung komme. Ich verbringe den Tag also am Strand und packe wehmütig mein Leben in meinen Rucksack, denn morgen geht es nach Auckland.
08.04.
Heute müssen die Wellen gut sein. Ich leihe mir ein Board und mache mich auf den Weg zum Strand. Der Typ an der Rezeption strotzt nur so vor Freundlichkeit und ich frag mich ob ich 5$ mehr investiert hätte sollen, für einen netteren Service.
Am Strand angekommen schleppe ich mein schweres Board den halben km steil runter ans Meer. Die Wellen sind kein Traum, eher unklar und schnell. Doch das hält mich nicht ab. Es heißt wieder Julia vs. Ozean. Ich würde sagen wir sind im Gleichstand auseinandergegangen. Ich bin ein paar Mal in der Waschmaschine gelandet und paar Mal auf dem Board gestanden. Ich wäre natürlich nicht ich, wenn ich mir dabei nicht den kleinen Zeh verletzen würde… Als die Kraft in meinen Armen nachlässt, verbringe ich meine restlichen Stunden am Strand, bevor es zurück nach Raglan und weiter nach Auckland geht.
An dieser Stelle muss gesagt werden, dass die Straße von Hamilton nach Auckland ist die einzige Straße in ganz NZ, die einer deutschen Autobahn nahe kommt – Groß, breit, viele Autos und GUT GETEERT.
In Auckland geht es ab nun die nächsten 10 Tage zu meinem Host Hamish, bei dem ich Helpxen werde.