Catlins

15.01.

Sun, sun, sun, here it comes!

DSC_1006_lznEs geht in den Süden. Erster Stopp: Clifden. Eine einhundertirgendwas Jahre alte Brücke ist hier der Touristenhotspot und in der Tat schön anzusehen. Wahrscheinlich die einzige echte „Historic Bridge“ Neuseelands die einen Blick wert ist.

Marco erkundet bei dem Zwischenstopp auch noch 40 Minuten lang eine enge Höhle. Ein Satz am Rande. Die Höhle ist eindeutig ein Highlight! Es ist eng, man muss kriechen, klettern, sich verbiegen. Glowworms hängen an den Wänden, ansonsten ist es absolut dunkel. Es geht immer tiefer in die Erde, die Wände sind feucht, kühl. Der kleine Taschenlampenkegel zeigt Ausschnitte dieser komplett anderen Welt. Ein unterirdischer See muss umklettert werden, wer hier abrutscht, der geht in dem kalten schwarzen Wasser baden, das vielleicht einen, vielleicht einhundert Meter tief und sicherlich Lebensraum für Kreaturen der Unterwelt ist. Das Zeitgefühl verliert man sofort und erst nach einer Ewigkeit schimmert Licht durch einen Spalt in der Decke. Beeindruckend. Das Wort kann dieses Erlebnis nur ansatzweise beschreiben.

Wir fahren an wunderschönen Klippen entlang und halten auf Monkey Island um dem rauhen Meer zuzusehen. Danach geht es zu Cosy Nook. Marco entscheidet hier kurzerhand er sei eine Möwe.

16.01.

Invercargill. Dank schlechtem Wetter entscheidet Marco sich dafür einige Stunden im Schwimmbad zu verbringen. Julias Knie sind noch immer nicht ganz abgeheilt und so schaut sie eher doof.

Wäsche waschen bzw. trocknen ist bei Regen nicht so einfach… Wie verwandeln Hubble in ein Wäschemobil.

17.01.

Heute ist ein guter Tag um nichts zu tun. Also fahren wir nur kurz bei Bluff vorbei. Hier beginnt die SH1, die Straße, die bis in den Norden der Nordinsel führt. Mehr gibt’s hier aber auch nicht. Selten haben wir ein so hässliches Stück Land gesehen.

Zurück nach Invercargill und ab in die Bücherei.
Büchereien sind unser Lieblings-Schlechtwetterort: Warm, trocken, kostenlos, Strom, WLAN. Yeah.

18.01.

Wir sind am südlichsten Punkt der Südinsel angekommen. Slope Point.

Wenige Kilometer weiter wird es für uns aber erst richtig interessant: Curio Bay, unser neuer Lieblingsort.
Denn anders als der Doubtful Sound hat diese Gegend wirklich was zu bieten. Für lau.
Also beginnen wir mit Rumstehen und Delfine beobachten. Danach kochen wir und beobachten Delfine. Anschließend gehen wir über den Strand um Delfine anzuschauen. Und dann? Dann geht’s zu einem 170 Milionen Jahre alten versteinerten Wald. Und dort liegen Robben faul umher und ein Pinguin watschelt herum. Geil.
Nein ernsthaft, wie geil ist das denn? Nochmal lesen:
Delfine!
170 Millionen Jahre alte Baumstämme!
Robben!
Ein Pin-gu-in!
Da ist es uns dann auch recht egal, dass wir immer wieder im kalten Regen und Sturm stehen. Sehr egal ist uns das dann!

19.01.

Der nächtliche Sturm schüttelt das Auto durch und lässt Julia nicht mehr schlafen. Wir fahren nach Invercargill um dort mal wieder Essen einzukaufen, in die Library und anschließend Baden zu gehen. Das Wetter war schlimmer vorhergesagt, als es ist.
Je näher wir Abends aber wieder zu den Catlins kommen, desto schlechter wird es.

20.01.

Halli hallo Curio Bay!
Und nochmals sehen wir Delphine und, ja meine Damen und Herren, Pin-gu-i-ne! Mehrzahl. Drei um genau zu sein. Nummer eins steht seit mindestens einer guten Stunde um Gebüsch und betrachtet andächtig die Gegend, Nummer zwei und drei tappeln etwas später aus dem Meer heraus, putzen sich ausgiebig und hüpfen, hoppeln und tappeln über die Felsen in Richtung Flax. Großes Kino! Direkt an uns vorbei!

Direkt zu uns kommt auch Cosmio. Cosimo ist Italiener, doch das allein macht eine Erwähnung nicht wirklich sinnvoll. Sinnvoll wird es erst, wenn man ergänzt, dass Julia und Cosimo sich seit ein paar Jahren kennen. Da trifft sich die Deutsche und der Italiener am anderen Ende der Welt. Kann man mal machen.

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Neben den vielen coolen Tieren heute, haben wir auch noch einen unglaublichen Sternenhimmel unter dem wir schlafen dürfen.

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