Kniefall vor Queenstown

09.01

Heute verabschieden wir uns von Wanaka, auch wenn es uns schwerfällt, und fahren Richtung Queenstown. Julia freut sich über einen Zwischenstopp an einer Lavendelfarm.

Am Abend kommen wir an einem kostenlosen Campingplatz an einem See an. Ein Schwede fragt uns im Verlauf des Abends was unser Highlight bisher war. Zwei Stunden später sitzen wir mit Spaniern auf einem Felsen und hören ihnen beim Singen und Gitarrespielen zu, während der See im Mondschein liegt – Marco hat sein Highlight gefunden.

Auf dem Weg ins Bett fragen wir noch ein paar deutsche Abiturienten ob ein Lagerfeuer unter einem Baum bei sehr hoher Brandgefahr Ausdruck ihrer überlegenen Intelligenz sei. Ratlose Gesichter. Wir legen uns ins Auto und schlafen.

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10.01.

Hallo Queenstown, du Spielplatz für große Kinder, du Paradies für jeden touristenresistenten Outdoorsportverliebten, du Insel der adrenalingeschwemmten Glückseligkeit, du… „Marco, ich glaub jeder hat verstanden was du sagen willst.“

Wir fahren erstmal auf die Remarkables. Die kompetente Dame der iSite meint zwar man müsse lebensmüde sein aber was weiß die schon. 40 Minuten später wissen wir auch was sie weiß: Nichts. Die Straße zu dem Skigebiet ist nichts weiteres als eine handelsübliche Bergstraße. Außer der fabelhaften Aussicht gibt es nichts Nennenswertes.
Oben angekommen erwartet uns ein Gebirgssee und Schnee – nicht viel, aber es reicht für eine Schneeballschlacht mit dem Kind von nebenan. Marco gewinnt, das Kind droht mit seinem Vater, Julia spielt nicht mit, der Vater lacht.

Abends spazieren wir noch durch die belebte Stadt. Echt ein schönes Fleckchen Erde.

11.01.

Tag 2 in Queenstown beginnt sonnig und so machen wir uns auf den Weg um den Queenstown Hill hochzugehen. Die Aussicht wie aus dem Bilderbuch. Richtig fein findet Marco aber den ganzen Mountainbikern zuzusehen. Und den Bungeespringern. Und den Leuten die sich auf so einer Art Bergkartbahn gegenseitig überholen, anrempeln und auslachen. Dieser Berg ist ein einziger Spielplatz!

Auf dem Heimweg entscheidet Julia sich dafür ihre Knie mit Kieselsteinen zu veredeln. Ist jetzt optisch eher Geschmackssache. Julia gefällts im Nachhinein doch nicht so gut und hat schlechte Laune.

Der regnerische Abend wird im Hostel verbracht. Filmeabend. Ein Horrorfilm wird eingelegt – Julias Laune bleibt stabil.

12.01.

Heute geht’s weiter. Die letzten Stunden in Queenstown verbringen wir mit neuseeländischem Nichtstun und Eisessen. Straßenmusiker begleiten uns dabei musikalisch.

Am Abend geht’s zum Pubquiz, zu gewinnen gibt es Reisen nach Fiji. Unser finaler Punktestand verrät: Wir sind dumm wie Brot, aber nicht so dumm wie Stein. Es geht für andere auf die Trauminsel.
Dann aber auf nach Lumsden, wo wir die Nacht verbringen!

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