15.11. Dienstag
Wir haben heute früh zusammen gefrühstückt, aber erfahren, was mich die nächsten Tage hier erwartet und wie alles abläuft habe ich nicht. Ich bin mal sehr gespannt!
Hanna war heute bei ihrer Freundin, es schüttet und somit hatten wir einen Tag frei. Es hat fast den ganzen Tag geregnet. Es ist immer ein Wechsel zwischen Sonne und heftigem Regen. So konnte ich aber den Tag nutzen, um nach Autos, Versicherungen usw. zu suchen.
16.11. Mittwoch
Eigentlich wollte Hanna um 10 mit uns in die Stadt fahren. Da es aber nicht regnete, war stattdessen Gartenarbeit angesagt. Oder besser Dreck aus den Terrassenfurchen mit Schaschlickspießen rauskratzen. Wir waren schließlich erst um 2 Uhr in der Stadt. Somit konnten wir das Outlet in Onehunga vergessen, da ich um halb 4 die Autobesichtigung in der Stadt hatte – dachte ich zumindest. In der Zeit bis dahin konnten wir wenigstens ein paar Dinge erledigen, wie Kekse kaufen, Versicherungen nachfragen, und mal wieder keine Bankkarte zu bekommen. Der Bankangestellten passte es nicht, dass auf dem Nachweis der Unterkunft keine Kundennummer von Hanna stand. Das kann es ja wirklich nicht sein. Vor allem, nachdem mir die andere gesagt hat, dass das nicht zwangsläufig notwendig ist. Ich dachte die Deutschen wären mit ihrer Bürokratie schlimm…
Das Auto war jedenfalls auch nicht im Center anzuschauen, sondern bei Ihnen zu Hause, was nochmal 25 Minuten mit dem Bus sind. Da der Van aber bei der Probefahrt einige komische Geräusche macht, habe ich ihnen abgesagt und die Suche geht weiter. Somit endete auch schon dieser höchst erfolgreiche Tag.
17.11. Donnerstag
Heute hatten wir Glück. Hanna hatte morgens einen Arzttermin und wir konnten ausschlafen.

Unsere Aufgabe für den Vormittag: Fensterputzen von unseren Hütten mit Zeitung! „Aber nicht nur sauber machen, sondern schlierenfrei!“ Es hat genauso funktioniert, wie es sich anhört. Nicht wirklich. Es ist einfach unmöglich schlierenfrei zu bekommen. Zuerst konnten wir aber alle Fenster von etlichen Spinnweben und Spinnen abgesaugen, was eine superschöne Arbeit war. Eine Hütte hatten wir bis zum Lunch geschafft. Nach dem Lunch fuhr Hanna mit mir schnell an die Bank, damit ich eeendlich meine ersehnte Bankkarte kriege. Heute früh hat anscheinend die Bankangestellte, bei der ich war, angerufen um die Customernummer von Hanna zu bekommen, die sich aber aus Prinzip dagegen weigert und diesen Kampf auch gewonnen hat. Nach ein wenig warten und unnötigem Papierkram hatte ich sie dann endlich. Es steht kein Name drauf, aber damit kann ich leben. Die Karte personalisieren zu lassen, hätte noch einmal drei Tage gedauert… Nachdem Hanna noch einmal ihren Unmut in der Filiale über die Abwicklung losgelassen hat, drängte sich darauf schnellst möglich Heim zu kommen, da noch jede Menge Gartenarbeit warte. Kurz ich durfte in der Schottereinfahrt Laub kehren und Unkraut rauszupfen. Und Schafe zählen und füttern. Die Katze war dabei stets unser Begleiter und hat aufgepasst, dass wir auch ja alles richtig machen. Die Schafe kommen angerannt, wenn man mit dem Futter klappert -oder auch nicht. 17 kamen, 20 sollten es sein. Also waren 3 verschwunden. Später als wir nochmal suchen mussten, fanden sie es wohl bei dem Nachbarn schöner. Hanna war abends in einem Konzert, also hatten wir eine ruhigen Abend mit einem mords Kohldampf. Und es ist soo kalt! Obwohl wir ausschlafen durften, fallen wir müde in unsere Betten.
18.11. Freitag
Die Nacht war so unglaublich kalt. Trotz Jogginghose, Tshirt und Pulli, Wärmflasche uuund dicker Decke war mir nicht warm. Es ist drinnen genauso warm wie draußen – arschkalt.
Wir sollten heute eigentlich im Garten arbeiten, aber es regnet. Also schälten und entkernten wir Früchte für eine Salsa. Eine riesen Sauerei, aber Hanna hat uns die Heizung angemacht, da wir beide trotz 4 Socken übereinander gefroren haben. Das Thermometer sagt 14 Grad draußen und 18 drinnen.

Bald hörte es mit regnen auf, also gingen wir auf die Weide um die Schafe zu füttern und zu zählen – alle 20 da. Dann hieß es noch Äste zusammensammeln und den Feuerplatz zusammenfegen. Ist die Sonne mal herausen, wird es auch ziemlich schnell warm. Das morgendliche Einschmieren mit Sonnencreme sollte man nicht vergessen!
Nachmittags wollte Hanna mit uns an den Strand an den Strand nach Orewa an der Ostküste mit uns. Wir fuhren hin, es war schön dort, ein wenig kalt. Es ist ein langer Strand, gerade Ebbe hatte und einem gestrandeten Rochen, der nun in den Möwen weiterlebt… Nach einer knappen Stunde holte sie uns dann wieder ab.
Beim Abendessen war sie wieder leicht hektisch und meinte, also sie fährt jetzt in 5 Minuten an den schwarzen Strand an der Westküste, um sich dort mit einer Freundin zu treffen. Wir könnten mit, aber das wäre uns ja vermutlich zu viel. Da ich aber gerne den Sonnenuntergang gesehen hätte, wollte ich mit. Aber mit ihrer Freundin wolle sie dann alleine spazieren. Kein Problem. So hatte ich Zeit und konnte einen Platz mit wahnsinnig vielen Vögeln erkunden, die gerade in ihrer Brützeit sind. Sie sind laut und stinken, aber es der Ausblick und diese Menge an Vögeln ist Wahnsinn. Wie alle auch in die gleiche Richtung ausgerichtet sind. Es ist extrem windig, das Meer tobt und die Wellen sind richtig laut. Wegen der Wolken leider kein Sonnenuntergang. Trotzdem hat sich die Fahrt gelohnt.
Ich habe keine Ahnung, wo ich ab Dienstag hinsoll und was ich tun werde und was mit dem Autokauf wird… Es ist irgendwie alles ein bisschen viel und ich mag gerade auch nicht mehr weiter darüber nachdenken. Bei den zwei Autos die mir gefallen würden und preislich ok wären, krieg ich aber keine Antwort für einen Besichtigungstermin…
19.11. Samstag
Wir hatten Glück, es regnete in der Früh, wir mussten kein Schafscheiße sammeln. Dafür zwei Stunden Feuerstoß aufsammeln und runtertragen an die Feuerstelle. Unsere Stimmung hielt sich in Grenzen, ganz besonders als es zu nieseln begann. Hanna ist auch fürsorglich heute. Hat uns gefragt, ob wir denn schon was getrunken hätten und somit gab es eine Teepause. Ihre angekündigte Freundin kam nicht, dafür ging sie nachmittags, um sich mit ihr zu treffen. Sie meinte auch zwischendrin: Sorry, du hast es dir bestimmt anders hier vorgestellt, wenn du uns besuchst. Aber ich habe dir ja gesagt, momentan ist stressig. Ab Januar ist dann entspannter. Ich wusste nicht ganz, was ich darauf antworten sollte.
Unsere Laune ist heute nicht sonderlich. Es ist kalt, regnet, wir sind planlos wo wir ab Di hinsollen und Autos suchen nervt mich tierisch.
20.11. Sonntag
Die Sonne scheint und wir hatten frei, da Hanna Gäste da hatte. Ich wollte sie nicht stören und habe gewartet, bis sie endlich raus waren und bin dann auch in Pool. Nach einem späten Lunch, haben wir uns eigentlich echt nett mit Hanna unterhalten. Am Abend haben Suna und ich dann Pizza gemacht. Das hat Hanna Gott sei Dank sehr gut geschmeckt. Es war spät und wir sind auch bald ins Bett. Und ich bin ständig müde…
21.11. Montag
Wir konnten morgens mit Hanna in die Stadt nach Onehunga ins Outlet. Leider haben wir nicht das gefunden, was wir wollten. Hanna war so nett und hat uns Mittag sogar Sushi mitgenommen – Ich mag‘s ja nicht, aber nette Geste!
Dann hieß es zurück und im Garten arbeiten. Sunas Motivation war auch auf den Nullpunkt. Ich hatte so eher Heuschnupfe, dass ich hochgehen musste, um Tabletten zu nehmen, da ich es auf dem Feld kaum ausgehalten habe. Suna hatte noch die Ehre Schafscheiße sammeln zu dürfen.
